Das neue Spickelbad versteht sich als zeitgemäße Fortführung einer Geschichte, die eng mit Landschaft, Stadtteil und Gemeinschaft verbunden ist. Als städtebauliche Grundfigur dient das Quadrat – eine klare, richtungslose Form, die Ruhe und Ausgewogenheit vermittelt. Der eingeschossige Neubau kontrastiert bewusst mit dem hohen, abgängigen Bestandsgebäude und fügt sich durch seine horizontale Ausdehnung stimmig in seine grüne Umgebung ein. Ein leicht erhöhter, gestalterisch differenzierter Gebäudeteil markiert die Badehalle. Seine Position an der südwestlichen Ecke betont den pavillonartigen Charakter des übrigen Gebäudes. Durch die deutliche Reduzierung der Nord-Süd-Ausdehnung entsteht ein großzügigerer Außenraum, der die Zugangssituation zum Fribbe-Freibad klarer fasst und räumlich stärkt.
Im Norden öffnet sich ein großzügiger Vorplatz, der Besucherinnen und Besucher empfängt. Ein weit auskragender Unterschnitt markiert den Haupteingang – einladend, offen und zugleich schützend. Nach Westen orientiert sich der Neubau zum bestehenden Fribbe-Freibad und richtet sich mit der Anordnung der Becken aus, wodurch unerwünschte Einblicke verhindert werden. Großzügige Verglasungen schaffen Transparenz und räumliche Verbindungen, die in einem ausgewogenen Verhältnis zu Intimität und Rückzug stehen.