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1.Rang Realisierungswettbewerb 2007
Bauherr Stadt Plauen
Aufgabe Erweiterung und Sanierung
Umfang BGF 2.360 m²
Leistung Lph. 2 - 3
Baubeginn 10/ 2010
Die Stadt Plauen wurde mit Erfindung der industriell gefertigten Stick- und Webprodukten zum international bekannten Zentrum der deutschen Stickerei- und Spitzenindustrie. Das Deutsche Zentrum für Spitzen und Stickerei in Plauen soll diesen Wirtschaftszweig auch in Zukunft in Plauen weiterentwickeln und mit neuen Ideen stärken. Das Baufeld des Zentrums für Spitzen und Stickerei umfasst das ehemalige Brandschutzamt der Stadt Plauen sowie die angrenzende freie Grundstücksfläche zum Vogtlandmuseum im Bereich der historischen Befestigungsanlagen der Altstadt.
Ziel des Entwurfs ist es, durch eine angemessene selbstbewusste Ergänzung des Gebäudeensembles die Bedeutung des Zentrums für Spitzen und Stickerei ablesbar zu machen und die publikumswirksamen Bereiche einladend nach Außen zu präsentieren. Die Erschließung erfolgt für größere Besuchergruppen, Nutzer des Innovationszentrums und Einzelpersonen über den Neubau Oberer Graben. Ein zweiter EIngang für Einzelpersonen aus Richtung Stadtzentrum ist über ein zu schaffendes zentrales Foyer mit Ticketverkauf im Innenhof des Vogtlandmuseums geplant. Die beiden Gebäude Vogtlandmuseum und Zentrum für Spitzen und Stickerei werden über den zweigeschossigen erneuerten Verbindungsgang im Bereich der Stadtmauer verbunden.
Das Erweiterungsgebäude wird entlang der äußeren Stadtmauer parallel zum Oberen Graben über ein großzügig verglastes Foyer betreten. Die historische Äußere Stadtmauer leitet vom Vorplatz in das Gebäude. Information und Garderobe sowie Sanitärbereiche befinden sich in unmittelbarer Nähe des Haupteinganges.
Die Ausstellungsflächen der Schaustickerei sind auf den unteren 2 Ebenen untergebracht, um massive bauliche Maßnahmen zur statischen Ertüchtigung im Gebäudebestand des Brandschutzamtes für die Aufstellung der großen und schweren Maschinen zu vermeiden. Beide Ebenen sind durch Galerien und Lufträume verbunden. Diese Elemente ermöglichen die ausgewogene Belichtung der untergeschossigen Bereiche und schaffen einen starken räumlichen Zusammenhang der Präsentationsflächen. Zudem bleiben die historischen Maueranlagen erlebbar als Teil des Gebäudes erhalten.
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