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1. ANERKENNUNG Realisierungswettbewerb 2009
Auslober Kath. Propsteipfarrei St. Trinitatis
Aufgabe Neubau
Größe HNF 1.740 m²
Wettbewerbsart Realisierungswettbewerb
Die drei Baukörper Kirche, Gemeinderäume und Glockenturm werden in einer einheitlichen architektonischen Sprache gefasst, unterscheiden sich jedoch in Ihrer Dimension als auch der konstruktiven Konzeption. Verbindendes Element ist ein einheitlicher erdgeschossiger Sockel.
Die Kirche wird als Raum im Raum konzipiert. Der innere Raum nimmt den Kirchenraum sowie die Werktagskapelle auf. Beide Räume wurden so proportioniert, dass möglichst ein angenehmes Raumverhältnis erzielt wird, welches Kirchenmusik als auch weltliche Konzertmusik zulässt. Der Kirchenraum sowie die Werktagskapelle werden nach Norden ausgerichtet, da sich hier die Kirche zum viel befahrenen öffentlichen Straßenraum schließt. Diese Ausrichtung ermöglicht eine Öffnung des Kirchenbaus nach den drei weiteren Seiten und damit die Möglichkeit einer weitestgehenden Integration des öffentlichen Raumes.
Der äußere Raum stellt einen Zwischenraum dar, der über eine transparente Erdgeschoßzone von außen einsehbar und betretbar ist und mit dem öffentlichen Freiraum kommuniziert. Die transluzente bzw. transparente Außenhaut macht diesen Raum licht und hell. Hier befindet sich der Kreuzgang, der auch Raum für Prozessionen, Ausstellungen etc. bietet und damit öffentlich zugänglich ist. Er vermittelt gleichsam zwischen Kirchenraum und öffentlichem Raum, ist halböffentlich und integrativ. Der Kirchenraum ist je nach gewünschter Nutzung mittels einer durchgehenden Reihe von Türelementen zum Umgang abschließbar oder öffenbar, kann Einblicke ermöglichen und Barrieren abbauen.
Die Fassaden bestehen aus Dreifachisolierverglasung. Sie werden mittels Siebdruck und wechselseitig eingelegter Folien mattiert und grafisch behandelt. In die Verglasung werden helle Dünnschicht-Photovoltaikelemente eingeschweißt, die mittels aufgebrachten Siebdrucks in die grafische Gestaltung der Außenhülle integriert werden. Dieses Material lässt die Baukörper als klare helle Volumen in Erscheinung treten, die dennoch eine Teiltransparenz bzw. Transluzenz aufweisen. |