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2. PREIS Realisierungswettbewerb 2009
Ausloberin Landeshauptstadt München
Aufgabe Neubau
Größe HNF 10.178 m²
Wettbewerbsart Realisierungswettbewerb
Die Situierung des neuen 4-zügigen Gymnasiums wird an der westlichen Grundstücksgrenze so gewählt, dass eine optimale Verknüpfung (und damit Ausnutzung) der Frei- und Sportflächen im Nordosten des beengten Baugrundstücks erzielt wird. Das Erdgeschoßniveau des Schulbaukörpers inklusive Frei- und Sportflächen wird ca. 70 cm unterhalb des umgebenden Geländeniveaus angeordnet um den Lärmschutz zu intensivieren und weiterhin die Höhe des Baukörpers zu mindern. Der längliche, aus zusammenhängenden Einzelkörpern bestehende und trotzdem kompakte Neubau wird in seiner Flucht und Höhenentwicklung stark differenziert, um der gegenüberliegenden kleinteiligen Bebauung Rechnung zu tragen.
Herzstück des Neubaus ist die zentrale Pausenhalle, die alle wesentlichen Bereiche des Gymnasiums erschließt. Das Erdgeschoß des Neubaus ist großzügig zum Pausenhof geöffnet und nimmt die zentralen Funktionen mit hohem Schülerverkehr wie Speiseraum und Aufenthaltsräume auf. Von hier aus ist auch der zentrale Luftraum komplett erlebbar. Der Luftraum ist im Dachgeschoß verglast und bringt Tageslicht in alle Flure der Halle. Die in den Lufträumen angeordneten Treppen ermöglichen kurze Erschließungswege und stärken die Halle als Kommunikationsraum. Die horizontale Strukturierung des Neubaus schafft optimale Bedingungen für die jeweiligen Nutzungsgruppen. Während im Erdgeschoß alle zentralen Nutzungen vorgesehen werden, befinden sich in den Obergeschossen ausschließlich Klassen-, Kurs- und Fachräume. Die im Erdgeschoß über die zentrale Erschließungsachse der Schule erreichbare Sporthalle ist eingeschossig eingegraben, so dass die Funktionsräume im Untergeschoß angeordnet werden.
Neben der horizontalen Baukörperteilung erfolgt eine klassische vertikale Gliederung in Erdgeschoßsockel und Obergeschoß-Aufbau. Es wird ein Sockel ausgebildet, welcher in geschlossene Wandfläche und Verglasung gegliedert ist. Aus dieser Sockelzone entwickelt sich gleichartig der Sporthallenkörper. Die geschlossenen Wandbereiche werden mit einer Vorhangfassade aus dunklem glasfaserbewehrten Beton versehen. Grundlegender Gedanke des Fassadenentwurfes ist, mit der Baukörper-Gliederung sowie der warmen bzw. gedeckten Farbgebung eine angenehme Einordnung in die Wohnbebauung zu ermöglichen und dabei dennoch solide, haltbare und wartungsfreie Fassadenmaterialien und –konstruktionen zu verwenden. |