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ANKAUF Realisierungswettbewerb 2009
Auslober Land Hessen
Aufgabe Neubau
Größe HNF 4.462 m²
Wettbewerbsart Realisierungswettbewerb
Städtebauliche Grundidee ist es, einen markanten Ort zu schaffen, der sowohl für die Studenten als auch für die angrenzende Umgebung Synergien ermöglicht. Ausgehend von der Lärmintensität der umgebenden Straßen wird versucht, einen internen Freibereich durch die Neubauten zu formulieren und dennoch eine Durchlässigkeit in nutzungs- und freiraumplanerischer Hinsicht für die angrenzende (Wohn)-Bebauung zu ermöglichen.
Das bauliche Ensemble im öffentlichen Raum soll komplettiert und gestärkt werden. Das Bauvolumen wird in drei leicht mäandrierende Baukörper untergebracht, die sich formal ähneln und sich um einen internen Freiraum anordnen. Dieser ermöglicht gleichzeitig eine Durchlässigkeit für Passanten, Anwohner, Studenten, sodass eine funktionale als auch bauliche Durchmischung stattfinden kann. Das Baugrundstück wird gleichsam zu einer ruhigen Mitte in einer von Verkehr stark geprägten Umgebung.
Um trotz der kompakten zweihüftigen Anlage der neuen Gebäude räumliche und wohnheimgerechte Großzügigkeit zu schaffen, werden die Flure zu einem zentralen Bereich hin aufgeweitet, an dem sich die Aufzüge sowie eine Verweil- bzw. Wartezone befinden. Von hier aus sind Blickbeziehungen nach Außen sowohl zum Hof als auch zur umgebenden Bebauung möglich. Damit konzentriert sich der stark frequentierte Wohnheimbereich und ermöglicht kurze Erschließungswege und damit eine Minimierung der Verkehrsflächen. Diese zentralen Zonen sind verglast und bringen Tageslicht in alle Flure des Gebäudes.
Das Erdgeschoß ist großzügig zum internen Bereich geöffnet und nimmt die zentralen Funktionen auf.
Der Neubau komplettiert das bestehende städtebauliche Ensemble und erzeugt mit seiner Fassadenstruktur und der verwendeten Materialien ein eigenständiges Erscheinungsbild.
Der Sonnen- und Blendschutz wird als flächenbündige Fassade aus Streckmetallkassetten (Faltläden) vor der Verglasung angeordnet und verleiht den Baukörpern eine homogene Oberflächenstruktur.
Die unregelmäßige Öffnung des Sonnenschutzes bricht und belebt das ansonsten regelmäßig ausgerichtete Fassadenraster.
Die erdgeschossigen Bereiche mit starken Bezügen zum Freiraum (Zugänge) werden zu einem großen Teil verglast. |