| |
4. PREIS Realisierungswettbewerb 2009
Auslober Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Düsseldorf
Aufgabe Neubau
Größe HNF 39.384 m²
Wettbewerbsart Einstufig beschränkter Realisierungswettbewerb
Gegenwärtig ist die Fachhochschule Düsseldorf an zwei Standorten im Düsseldorfer Stadtgebiet untergebracht. Die Fachhochschule und der BLB NRW haben gemeinsam das Ziel formuliert, die Hochschule an einem Standort zu vereinigen und so einen zukunftsfähigen »Campus« zu bilden.
Die Hochschule wird als integrierter Bestandteil des umliegenden Quartiers entwickelt, in dem sich städtisches und studentisches Leben gegenseitig ergänzen und bereichern sollen. Hierzu werden die Hochschulgebäude als urbane Bausteine ausgeformt, die miteinander in enge Korrespondenz treten und durch ihre Ausbildung und Ausrichtung interessante städtische Räume erzeugen. Der vorgesehene Grünzug wird als fester Bestandteil in die Konzeption miteinbezogen. Ein zentral platziertes Hörsaalgebäude sowie das fünfgeschossige Eckgebäude am Brückenkopf der Münster Straße flankieren den Zugang zum Grünzug und bilden klare Bebauungskanten.
Die einzelnen Baukörper sind so ausgeformt, dass eine Durchwegung über Innenhöfe bzw. Atrien möglich ist. Dies führt zu einer Vernetzung des Hochschulbetriebes mit dem öffentlichen Raum.
Den jeweiligen Hochschulgebäuden werden öffentliche und halböffentliche Nutzungen wie Mensa, Ausstellung, Bühne etc. zugeordnet, die zu einer eindeutigen Funktionszuweisung innerhalb des Campus Derendorf führen. Ausgehend von diesen Nutzungen organisieren sich in den Obergeschossen die unterschiedlichen Fachbereiche. Wesentliches gemeinsames Strukturmerkmal der einzelnen Baukörper ist die Anordnung von zentralen Erschließungszonen in Form von Atrien und Passagen, an denen sich die öffentlichen und halböffentlichen Nutzungen im Erdgeschoss und die Fachbereiche in den Obergeschossen angliedern und durch einen transparenten mehrgeschossigen Binnenraum vertikal und horizontal eng verbunden sind.
Diese Zonen ermöglichen einerseits interessante Kommunikationsbereiche als auch eine effektive und kompakte Anordnung.
In den Obergeschossen der neuen Hochschulgebäude findet eine klare Funktionstrennung statt. Während zur Straße und zu den Binnenräumen die Laborbereiche angeordnet werden, sind in den Bereichen zum Grünzug und zum Campus Büro- und Seminarräume vorgesehen. Die späteren Erweiterungsflächen werden bereits in den einzelnen Gebäuden als nutzbare Freiräume, Terrassen, Balkone etc., konzipiert, die sowohl zur differenzierten Gestaltung der Grundrisse als auch der Fassaden beitragen. |